21.01.2010

Kinder: Feinschmecker oder wählerisch?


Foto: 5amTag
Das Essverhalten von Kindern ist alles andere als stabil. Tagelang essen sie fast gar nichts, dann wieder vertilgen sie große Mengen. Das ist völlig normal, denn oft folgt auf solche „Fressphasen“ ein Wachstumsschub. Ein gesundes Kind hat ein untrügliches Gespür dafür, wieviel Nahrung der Körper braucht, berichtet der Internet-Dienst www.food-monitor.de.

Da Kinder noch eine feinere Sinneswahrnehmung haben als Erwachsene, nehmen sie auch Geschmackseindrücke wahr, die den Großen entgehen – wie zum Beispiel die Bitterkeit im Chicorée. Manchmal ist es aber auch ganz einfach nur die Farbe oder der Geruch, der Kinder davon abhält, ein Lebensmittel zu probieren. Für Kinder ist es besonders wichtig, zu wissen, welche Zutaten in Speisen enthalten sind. Meistens essen sie also eher, wenn sie beim Zubereiten helfen durften.

Man darf auch nicht vergessen: Kinder kennen sich noch nicht so gut aus. Sie essen deswegen eher Bekanntes, weil sie wissen, dass es ihnen gut bekommt. Umgekehrt heißt das, dass man Lebensmittel, die die Kinder ablehnen öfter anbieten sollte. Schließlich müssen sie erst testen, ob man es essen kann, ob es schmeckt und ob sie es wirklich mögen. Kleine Kinder ahmen noch viel nach, was die Menschen in ihrer Umgebung essen – wenn die Eltern also mit gutem Beispiel vorangehen, dann essen auch die Kleinen begeistert Spinat.

Das wichtigste aber ist eine angenehme Atmosphäre beim Essen, feste und vor allem gemeinsame Essenszeiten, ein schön gedeckter Tisch und vielseitige Lebensmittel. „Gesund“ ist für Kinder kein Argument, etwas zu essen, „lecker“ schon eher.

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