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21.11.2017

Für den Einsatz regionaler Produkte: L & D erhält Auszeichnung des Landes NRW

Julia Arenz, Barbara Schütgens (v.l.) und Thoralf Ebersbach von L & D werden von Christina Schulze Föcking (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW) ausgezeichnet.
©MULNV/Thürbach

Die Ehrung kam aus den Händen der Ministerin persönlich. Im Rahmen des Ernährungsgipfel NRW 2017 zeichnete Christina Schulze Föcking den Caterer aus dem Rheinland für den Einsatz regional produzierter Lebensmittel aus.

Für Julia Arenz, bei L & D für die Qualitätssicherung mitverantwortlich, eine Bestätigung der nachhaltigen Arbeit, die das Unternehmen Tag für Tag leistet. „Wir versuchen unseren 40.000 Gästen täglich gesunde, nachhaltige und wichtig: wohlschmeckende Speisen anzubieten. Da gehört der Einsatz regionaler Produkte unbedingt dazu“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin, die die Teilnahme an dem Wettbewerb akribisch plante und so zum Erfolg führte.

Das Unternehmen nahm mit der Kölner Kantine der Mediengruppe RTL Deutschland an der Preisausschreibung teil. Rund 2000 Mittagsgäste zählt das Restaurant hier täglich. Betriebsleiter Thoralf Ebersbach nennt Gründe für das regionale L & D-Küchenkonzept: „Wir kennen unsere Lieferanten persönlich. Durch den direkten Kontakt weiß jeder Erzeuger um unseren hohen Qualitätsanspruch. Die Produkte sind jederzeit frisch und wir können unseren Gästen immer sagen, woher die Lebensmittel stammen.“ Der gelernte Koch vergleicht seinen Einkauf gerne mit dem Gang über den Wochenmarkt. „Es ist tatsächlich so. Ich rufe unseren Kartoffelbauern an und am nächsten Tag kommt die Lieferung sozusagen frisch vom Feld“, sagt Ebersbach. Natürlich verarbeitungsfertig, also geschält, gewürfelt oder in Scheiben. „Unsere Gäste wünschen sich eine frische Küche, die auch saisonale Besonderheiten berücksichtigt. Jetzt sind wir in der Pflaumenzeit, da bereiten wir gerne das frische Obst in verschiedenen Varianten zu.“ Der Betriebsleiter ist zur Mittagszeit immer im Restaurant vor Ort und nimmt gerne die Feedbacks seiner Gäste entgegen.


Der Ernährungsgipfel NRW 2017 ist eine Initiative des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz der nordrheinwestfälischen Landesregierung. Hier nehmen vielfältige Branchen der Ernährungswirtschaft teil. „Eine gute Gelegenheit für unsere Netzwerkarbeit“, umreißt Barbara Schütgens als Leiterin Personal und Qualitätsmanagement kurz die Gründe der Teilnahme an dem Gipfel. „Und natürlich die neuesten Trends zu analysieren und eigene Impulse zu setzen.“ Dem Familienunternehmen ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt und den vorhandenen Ressourcen sehr wichtig. Deshalb hat sich das Haus unter anderem der sieben Kriterien einer nachhaltigen Ernährung verschrieben. „Wir bieten mindestens ein vegetarisches Gericht täglich und ein veganes Gericht wöchentlich an.“ Dazu werden ökologisch erzeugte Lebensmittel verarbeitet, die möglichst regional hergestellt und saisonal angepasst sind. Wichtig ist der Einsatz gering verarbeiteter Produkte mit dem Fokus auf Hausgemachtes. Geachtet wird auf umweltverträgliche Verpackungen, fairen Handel und genussvolle wie bekömmliche Speisen. Bei Fleisch- und Fischgerichten werden Produkte mit Neuland- und MSC-Siegel angeboten, um den Gästen Fleischkonsum ohne schlechtes Gewissen zu ermöglichen. Aber auch nach der Zubereitung hört die Nachhaltigkeit nicht auf: Abfälle sollten möglichst vermieden bzw. zu Strom und Biodiesel recycelt werden. L & D zeigt so in vielen Bereichen neue Wege auf.