25.01.2017

Deutschland, wie es isst - Der BMEL-Ernährungsreport 2017 ist erschienen

Titelbild Deutschland, wie es isst - Der BMEL-Ernährungsreport 2017
L & D empfiehlt den BMEL-Ernährungsreport 2017 "Deutschland, wie es isst"
Foto: BMEL
Bundesernährungsminister Christian Schmidt und Forsa-Geschäftsführer Manfred Güllner stellten den zweiten BMEL-Ernährungsreport in Berlin vor.

Mit dem Ernährungsreport erhebt das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundesernährungsministers Ernährungsgewohnheiten,- wünsche- und -trends in Deutschland. "Der Ernährungsreport 2017 ist gleichsam ein Spiegel unserer Gesellschaft. Er zeigt, wie Ernährung, Einkauf und Kochen in den modernen Arbeits- und Lebensalltag integriert sind und dass Essen mehr ist als bloße Nahrungsaufnahme. Es gehört zum kulturellen und sozialen Wir-Gefühl, es steht für Heimat und Gesundheit ebenso wie für die steigenden Erwartungen und Ansprüche an eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Lebensmittelproduktion", sagte Schmidt bei der Vorstellung des Reports.

Das sind die Schwerpunkte der Studie:

Ernährungsbildung im Stundenplan verankern
Ein zentrales Anliegen von Bundesminister Schmidt ist es, ein eigenes Schulfach Ernährungsbildung zu etablieren. Dieser Forderung stimmt die große Mehrheit der Befragten zu. Bereits 2016 hatten 89 Prozent angegeben, dass die Grundlagen einer gesunden Ernährung bereits in der Grundschule zumindest Teil des Unterrichts sein müssten.

Ernährungsinformationen aus einer Hand

Grundlegende Strukturen der staatlichen Ernährungsbildung sollen im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) neu geordnet werden: "Das Bundeszentrum wird zentrale Stimme für alltagstaugliche, wissenschaftsbasierte Ernährungsempfehlungen sein", erläuterte Schmidt. Teil des BZfE wird das Nationale Qualitätszentrum für Schulernährung (NQZ) sein. 90 Prozent der für den Ernährungsreport Befragten wünschen sich verbindliche Qualitätsstandards für die Verpflegung ihrer Kinder in Schule und Kita.

Mehr Klarheit über die Haltbarkeit von Lebensmitteln
Minister Schmidt setzt sich für ein Verbrauchsverfallsdatum ein - in der Umfrage für den Ernährungsreport 2017 haben 70 Prozent der Befragten angegeben, dass ein solches Datum das Mindesthaltbarkeitsdatum ersetzen sollte. "Wir erkennen also deutlich, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum ein gesellschaftliches Auslaufmodell ist. Die Verbraucher wünschen sich ein klares Datum, wann ein Lebensmittel nicht mehr genießbar ist", stellte Minister Schmidt fest.

Bessere Standards in der Tierhaltung und mehr Transparenz
Gefragt nach ihren Erwartungen an die Landwirtschaft nennen die Befragten auf Platz 1 eine artgerechte Tierhaltung - noch vor der Qualität der Produkte, der Entlohnung der Mitarbeiter und umweltschonenden Produktionsmaßnahmen. 87 Prozent möchten bessere Standards in der Tierhaltung, 82 Prozent wünschen sich mehr Transparenz über die Bedingungen, unter denen die Nutztiere gehalten werden. Ein staatliches Tierwohlsiegel wünschen sich 79 Prozent der Befragten - Ausdruck dafür, dass momentan vielen Menschen beim Einkauf die Orientierung zu diesem Thema offenbar fehlt. Und sie sind nach wie vor bereit, dafür auch zu zahlen: 88 Prozent der Befragten würden mehr Geld für Lebensmittel ausgeben, wenn diese aus Haltungen mit höheren Tierwohl-Standards stammen.Insgesamt hat sich der Trend zu mehr Tierwohl weiter verfestigt.

Deutschland, wie es isst - Der BMEL-Ernährungsreport 2017 (PDF, 370 KB, nicht barrierefrei)

Hier finden Sie die erste Ausgabe von 2016 - Deutschland, wie es isst - Der BMEL-Ernährungsreport 2016 (PDF, 651 KB, nicht barrierefrei)