08.08.2016

FOODREPORT 2017: Essen ist das neue Pop - Fisch das neue Fleisch

In der 4. Ausgabe von Hanni Rützlers FOODREPORT geht es wieder um bahnbrechende neue Trends in der Foodbranche - von der Industrie über den Handel bis hin zur Gastronomie. Schwerpunktthema ist diesmal alles Essbare aus dem Meer – Fisch und Algen sowie „Aquaponik“ (hier wird die Fischzucht mit der Kultivierung von Nutzpflanzen in einem geschlossenen ökologischen Kreislauf nachhaltig miteinander verbunden) spielen hier die Hauptrollen. Außerdem steht Regionales weiterhin im Fokus – diesmal unter dem Motto „Brutal lokal“. Den vielfältigen „Aromenschatzsuchern“ und „Geschmacksweltenentdeckern“ der Branche wird ebenfalls Raum geboten. „Beyond Food“ thematisiert, wie Essen in Zukunft ganz und gar überflüssig sein (Stichwort Soylentismus) oder ersetzt (Stichwort Veganismus) werden kann. Auch neue Entwicklungen bei bequemen Convenienceprodukten und neuer Technik oder Food Hacking – hier geht es um auseinandergenommene und neu zusammengesetzte, „maßgeschneiderte“ Nahrungsmittel in Bezug auf das Megathema Gesundheit – werden von der Food-Forscherin beleuchtet.

Für unabdingbar sind für Rützler „Was wäre, wenn?“-Szenarien – denn nur wenn man das Unmögliche denke und probiere, könnten sich neue Trends und Ideen überhaupt entwickeln und durchsetzen. Vor allem Start-ups und die veränderte Lieferantenkette sorgen ihrer Meinung nach heute für frischen Wind und Dynamik – während die Großen der Branche überwiegend in neue Produkte investieren, ohne begleitende Innovationen auf anderen Ebenen voranzutreiben, so die Trendforscherin.

In den vier Kapiteln Food Visions, Food Trends, Meer & mehr und Gastro thematisiert Hanni Rützler alles, was die Zukunft der Foodbranche verändern wird bzw. verändern könnte. Eine abschließende Zusammenfassung am Schluss jedes Themenaspektes hilft dem Leser dabei, die zuvor ausführlich beschriebenen Trends kurz und knapp zu verinnerlichen.

Zahlreiche spannende Best Practice-Vorstellungen bieten vielfältige Anregungen, wie sich die Foodbranche jetzt und in Zukunft positionieren und erfolgreich behaupten kann – Unterwassergärten in Italien, die Urban Farmers in Basel mit ihrer „Aquaponic Rooftop Farm“ oder die Freiluftsupermärkte in München und Wien sind da nur einige spannende Beispiele.

Der im vierten Jahr in Folge veröffentlichte „Food-Report“ wird vom Zukunftsinstitut und der Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) publiziert und herausgegeben. Der „Food-Report 2017“ von Hanni Rützler (Hg.) kostet 133,75 Euro und ist unter folgendem Link zu bestellen: www.lebensmittelzeitung.net/foodreport2017

Rezension: Nicole Isermann